RDP — MKN Coaching

Was das RDP misst

Das RDP (Relational Dynamics Profile) ist eine psychometrische Bewertung der Klarheit in Beziehungen, herausgegeben von MKN Coaching. Diese Seite beschreibt seinen Aufbau, was es misst, und die Grenzen, die es sich selbst setzt.

Das RDP im Überblick

Das RDP (Relational Dynamics Profile), auch « Scan de Clarté Relationnelle » genannt, ist ein psychometrischer Fragebogen zur Klarheit in Beziehungen, herausgegeben von MKN Coaching (Nantes, Frankreich). Es umfasst 72 Items — 64 quantitative Items auf Skalen und 8 schriftliche Antworten — und erstellt einen Bericht zu 9 bewerteten und gewichteten Dimensionen, ergänzt durch einen kategorialen kognitiven Stil, der nicht in den Score einfließt. Verfügbar in 6 Sprachen (Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Koreanisch) mit identischem Item-Set, dauert die Bearbeitung 35 bis 45 Minuten und richtet sich an Erwachsene (18 Jahre und älter) – Singles ebenso wie Menschen in einer Beziehung. Seine Dimensionen stützen sich auf in der Forschung untersuchte Modelle — insbesondere das ECR-Modell für Bindung und die Arbeiten von John Gottman zu Konflikten. Seine Gewichtung ist theoretisch (Version 1); ihre empirische Kalibrierung läuft, und bislang wird keine bezifferte Zuverlässigkeit veröffentlicht. Das RDP ist kein Diagnoseinstrument und sagt die Zukunft einer Beziehung nicht voraus. Preis: 29,90€ (Einzelperson), 55,90€ (Paar, Pauschalpreis für beide). Methodik v1.0 — veröffentlicht am 11. Juli 2026, überarbeitet am 8 September 2026.

Ein Fragebogen mit zwei Teilen

Das RDP besteht aus 72 Items: 64 quantitativen Items, die auf Skalen bewertet werden, und 8 narrativen Items, bei denen die Person mit eigenen Worten antwortet.

Singles beantworten 66 dieser Items (59 quantitative und 7 narrative): Das Paar-Auswertungsmodul (6 zusätzliche Items), das nur Personen in einer Beziehung vorbehalten ist, wird ihnen nicht angezeigt.

Der Fragebogen ist in 6 Sprachen verfügbar (Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Koreanisch), mit einem in jeder Sprache identischen und geprüften Item-Set. Die Bearbeitung dauert etwa 35 bis 45 Minuten.

Das RDP wird von MKN Coaching (Malachie Kengne Njilo) herausgegeben.

Der Gründer

Malachie Kengne Njilo ist Arbeits- und Organisationspsychologe, anerkannt in Deutschland, wo er Mitarbeitende von Start-ups und europäischen Konzernen begleitet. Er ist Mitglied der International Association of Applied Psychology (IAAP).

Die 9 bewerteten Dimensionen

Der Gesamtscore des RDP basiert auf 9 unterschiedlich gewichteten Dimensionen. Im Folgenden wird beschrieben, was jede einzelne misst.

Diese Gewichtung ist eine theoretische v1-Gewichtung (klinische Vorannahme); ihre empirische Kalibrierung läuft derzeit.

Emotionale Regulation
Die Steuerung innerer Zustände im Beziehungskontext — die Fähigkeit, eine Spannung zu durchleben, ohne von ihr überwältigt zu werden oder sie zu unterdrücken.
Bindungskapazität
Die Investition in die Dauer einer Beziehung, über die Intensität des gegenwärtigen Moments hinaus.
Affektive Offenheit
Die Fähigkeit, emotionale Intimität in einer Beziehung zu empfangen und zu geben.
Bindungssicherheit
Das Bindungsprofil der Person (sicher, ängstlich, vermeidend oder ängstlich-vermeidend), berechnet anhand zweier Achsen: Bindungsangst und Vermeidung von Nähe.
Emotionale Intelligenz
Das Erkennen und der Umgang mit den Emotionen anderer im Rahmen einer Beziehung.
Risikomuster
Von der Person selbst berichtete riskante Beziehungsverhaltensweisen.
Werteklarheit
Die Übereinstimmung mit strukturgebenden Grundsätzen: Familie, geografische Mobilität, die angestrebte Paarstruktur.
Konfliktmanagement
Eine an die Forschungsarbeiten von John Gottman zu Konfliktdynamiken in Paarbeziehungen angelehnte Messung.
Intimitätsausdruck
Die von der Person in Bezug auf Intimität geäußerten Wünsche und Bedürfnisse.

Der kognitive Stil (COM)

Der Fragebogen misst außerdem einen kognitiven Stil, bezeichnet als COM: wie eine Person eine Situation wahrnimmt, wie sie entscheidet und wie sie handelt.

Dieser Stil ist kategorial — er beschreibt eine Präferenz, niemals einen Score. Er fließt zu keinem Zeitpunkt in die Berechnung des Gesamtscores der 9 Dimensionen ein.

Evidenzniveau: was gesichert ist, was noch läuft

Dieser Abschnitt gibt genau an, woher jeder Teil des Instruments stammt und was er garantieren kann — oder noch nicht kann. Er wird bei jeder Version der Methodik aktualisiert.

Was heute gesichert ist:

Was sich derzeit in der Kalibrierung befindet:

Kalibrierungsprotokoll: Vollständige, deidentifizierte Bearbeitungen fließen in eine Kalibrierungsdatenbank ein. Bei jeder Stichprobenstufe werden drei Analysen durchgeführt: interne Konsistenz je Dimension, Test-Retest-Stabilität bei Wiederholungsdurchläufen, und Übereinstimmung zwischen den schriftlichen Antworten und der quantitativen Messung. Eine Version der Methodik wird erst mit ihren Ergebnissen, ihrem Datum und ihrer Stichprobengröße veröffentlicht. Frühere Bearbeitungen werden niemals stillschweigend neu berechnet: Eine Neuberechnung wird im Bericht ausdrücklich vermerkt.

Versionsverlauf:

Die Drei-Lücken-Doktrin

Der RDP-Bericht beschränkt sich nicht auf einen einzelnen Score. Er unterscheidet drei voneinander getrennte Lese-Ebenen.

Die aktuelle Reife ist der Rohwert über die oben beschriebenen 9 Dimensionen — eine Momentaufnahme der gegenwärtigen Situation.

Der Zuverlässigkeitsindex misst die Übereinstimmung zwischen der Art, wie die Person sich selbst in ihren narrativen Antworten beschreibt, und dem, was die psychometrische Messung der quantitativen Items zeigt. Ein großer Unterschied signalisiert einen im Profil noch zu klärenden Bereich — niemals ein Urteil über die Person.

Der Fahrplan ordnet die Prioritäten: zunächst den Unterschied zwischen Wahrnehmung und Messung klären, sofern er besteht, dann an der Komplementarität zwischen dem aktuellen Profil und der gesuchten Art von Beziehung oder Partner/Partnerin arbeiten.

Was das RDP NICHT tut

Das RDP unterliegt strengen, selbst auferlegten Grenzen, die mit seiner Einstufung als „begrenztes Risiko“ im Sinne des EU AI Act übereinstimmen.

Referenzen

Primäre bibliografische Quellen der pro Dimension übernommenen Konstrukte. Nur Quellenangaben: keine Formel, kein Item, kein neues Gewicht.

Emotionale Regulation
Gross, J. J. (1998). The emerging field of emotion regulation: An integrative review. Review of General Psychology, 2(3), 271–299. · Gratz, K. L., & Roemer, L. (2004). Multidimensional assessment of emotion regulation and dysregulation. Journal of Psychopathology and Behavioral Assessment, 26(1), 41–54.
Bindungskapazität
Rusbult, C. E. (1980). Commitment and satisfaction in romantic associations: A test of the investment model. Journal of Experimental Social Psychology, 16(2), 172–186. · Rusbult, C. E., Martz, J. M., & Agnew, C. R. (1998). The Investment Model Scale. Personal Relationships, 5(4), 357–387.
Affektive Offenheit
Reis, H. T., & Shaver, P. (1988). Intimacy as an interpersonal process. In S. Duck (Ed.), Handbook of Personal Relationships (pp. 367–389). Wiley. · Laurenceau, J.-P., Barrett, L. F., & Pietromonaco, P. R. (1998). Intimacy as an interpersonal process. Journal of Personality and Social Psychology, 74(5), 1238–1251.
Bindungssicherheit
Hazan, C., & Shaver, P. (1987). Romantic love conceptualized as an attachment process. Journal of Personality and Social Psychology, 52(3), 511–524. · Brennan, K. A., Clark, C. L., & Shaver, P. R. (1998). Self-report measurement of adult attachment. In J. A. Simpson & W. S. Rholes (Eds.), Attachment Theory and Close Relationships (pp. 46–76). Guilford. · Fraley, R. C., Waller, N. G., & Brennan, K. A. (2000). An item response theory analysis of self-report measures of adult attachment. Journal of Personality and Social Psychology, 78(2), 350–365.
Emotionale Intelligenz
Salovey, P., & Mayer, J. D. (1990). Emotional intelligence. Imagination, Cognition and Personality, 9(3), 185–211. · Mayer, J. D., Salovey, P., & Caruso, D. R. (2004). Emotional intelligence: Theory, findings, and implications. Psychological Inquiry, 15(3), 197–215.
Risikomuster
Karney, B. R., & Bradbury, T. N. (1995). The longitudinal course of marital quality and stability: A review of theory, method, and research. Psychological Bulletin, 118(1), 3–34.
Werteklarheit
Schwartz, S. H. (1992). Universals in the content and structure of values. Advances in Experimental Social Psychology, 25, 1–65.
Konfliktmanagement
Gottman, J. M., & Levenson, R. W. (1992). Marital processes predictive of later dissolution. Journal of Personality and Social Psychology, 63(2), 221–233. · Gottman, J. M. (1994). What Predicts Divorce? Erlbaum. · Christensen, A., & Heavey, C. L. (1990). Gender and social structure in the demand/withdraw pattern of marital conflict. Journal of Personality and Social Psychology, 59(1), 73–81.
Intimitätsausdruck
Schaefer, M. T., & Olson, D. H. (1981). Assessing intimacy: The PAIR inventory. Journal of Marital and Family Therapy, 7(1), 47–60. · Sternberg, R. J. (1986). A triangular theory of love. Psychological Review, 93(2), 119–135.
Allgemeiner Rahmen (Zufriedenheit und Anpassung des Paares)
Spanier, G. B. (1976). Measuring dyadic adjustment. Journal of Marriage and the Family, 38(1), 15–28.
Kognitiver Stil (COM)
Kategorialer Stil, nicht bewertet; es wird kein Validierungsnachweis beansprucht.

Zuletzt aktualisiert: 2026-09-08

Mehr über das RDP erfahren